Beim allabendlichen Stöbern im Netz bin ich heute auf ein schwul lesbisches Videoportal gestoßen. Ich bin da nicht mehr losgekommenvon – die Videos sind teilweise so schön gemacht! Sowas sollte mal im Fernsehen laufen! Das würde doch die Toleranz bestimmt steigen lassen. Na ja wie dem auch sei, schauts euch mal an unter video.gayunion.de.
Auf der Startseite befindet sich direkt folgendes Video:
Mein Fundstück der Woche ist eine wirklich mitreißende und faszinierende Story von Stefan (18 Jahre alt) aus dem Ruhrpott von Nordrhein-Westfahlen. Er beschreibt im Newsblog von dem schwul lesbischen Verein GayUnion e.V. wie sehr ihn selbige verändert hat.
Rechts ist Stefan
Er beschreibt am Anfang des Artikels seinen Typ der letzten 366 Tage und seine Veränderungen wie folgt: introverteiert, extrovertiert, schüchtern, selbstbewusst, Einzelgänger, Partymensch, zurückhaltend, mutig, ungeoutet, geoutet… Im weiteren Verlauf sagt er wie positiv er sich von der GayUnion e.V. beeinflusst hat lassen. Er lebt heute offen Schwul und hat ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein entwickelt.
Hey! Ich bin der Severin, 14 Jahre alt und komme aus dem örtchen Kaufbeuren in der Nähe von Augsburg. Naja, ich wollte mal versuchen euch von meinem Coming-Out zu erzählen, auch wenn es mir keines Wegs leicht fällt!
Naja, es dürften jetzt gute 3 Jahre her sein, ich war so ende 11 und hatte bis dahin schon zwei „Kindergarten-Freundinnen“ hinter mir. Nachdem ich mit diesen beiden abgeschlossen hatte, kam eine für mich sehr lange und ereignisreiche Zeit… Meine Mutter und mein Vater mussten beide eine Zeit nacheinander ins Krankenhaus und kämpften um ihre Zukunft. Ich dachte viel nach und lernte mich kennen. Als ich dann zu einer Grillparty eines Freund es eingeladen wurde, fing eigentlich alles so richtig an… Es war Roman, der damals auch da war. Wir verbrachten den ganzen Abend zusammen und hatten riesen Spaß! Tage danach konnte ich nur noch an ihn denken und suchte ihn immer auf unserer Schule auf. Mich hatte es irgendwie echt erwischt. Ich outete mich mit dieser Erfahrung bei meiner besten Freundin und ein paar Klassenkammeraden, was ohne Probleme klappte und mir echt Mut machte.
Nun saß ich da, in einer kleinen Ecke, die in diesem Moment wohl am besten widerspiegelte, wie ich mich fühlte. Hilflos und ängstlich zugleich. Tausende Fragen schossen mir durch den Kopf.
„Soll ich das jetzt wirklich wagen?“ … „Was ist, wenn sie negativ reagiert und es dann sofort in der ganzen Schule publik macht?“ Doch mein Entschluss stand fest. Ein letztes Mal holte ich tief Luft, wollte am liebsten alles um mich herum vergessen und sprach ihn dann doch aus, den einen kurzen Satz, der mein weiteres Leben verändern sollte.
„Ich bin schwul!“ Nur 3 kleine Worte mit solch großer Bedeutung. Ein paar Sekunden lang passierte nichts, bis das Schweigen endlich gebrochen wurde. „Ist doch nicht schlimm, wir dachten schon alle es sei etwas viel schlimmeres passiert, du könntest krank sein oder so.“
Hatte ich das gerade eben richtig verstanden? Monatelang malte ich mir die schlimmsten Reaktionen aus und dann sollte sich diese Gedanken als völlig unbegründet erweisen?!
Aber ich fange mal besser ganz vorne an. Nämlich im Jahr 1992, als ich an einem kalten Wintermorgen das Licht der Welt erblickte. Ich bin übrigens der Stephan, zum jetzigen Zeitpunkt 16 Jahre alt und wohne in Kleve am mehr oder weniger schönen Niederrhein.
Aufgewachsen zwischen Feldern und Wiesen machte ich mir in frühster Kindheit wenig Gedanken über Dinge wie die Liebe oder den Sinn des Lebens.
... greift stets neue schwule Themen auf und verknüpft sie mit entsprechend relevanten oder interessanten Seiten oder Blogs, welche diese Themen kommentieren oder behandeln.
Vielleicht ist ja was interessantes für Dich dabei :-)
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